Orchideensorten

Orchideengewächse gehören zu den bedecktsamigen Blütenpflanzen und sind der Klasse der einkeimblättrigen Pflanzen zugehörig. Es gibt ungefähr 1000 Gattungen und 30000 Arten und sie sind überall auf der Welt zu finden. In Asien und Südamerika wächst ein Großteil der Orchideen-Familien und in Europa findet man ebenfalls circa 250 Gattungen.

Da Orchideengewächse in Formen,  Arten, Gattungen, Subtriben, Trieben und Unterfamilien gegliedert werden und diese Klassifizierungen oftmals wechseln und neu geordnet werden, ist es kompliziert einen genauen Überblick zu erlangen. Insgesamt unterscheidet man zwischen sympodial und monopodial wachsenden Orchideen.

Als Zimmerpflanzen sind bei uns vor allem folgende Sorten verbreitet:

  • Phalaenopsis
  • Cambria
  • Miltoniopsis
  • Cymbidium
  • Cattleya
  • Dendrobium
  • Paphiopedilum
  • Vanda

Was macht eine Orchidee zur Orchidee?

Durch Verzweigung bilden sich bei den sympodialen Gewächsen nacheinanderfolgende Sprossmitglieder, die einen begrenzten Spitzenwachstum aufweisen und dicke Pseudobulben als Speicherorgan ausbilden. Die monopodialen Orchideen dagegen haben eine Sprossachse, die an der Spitze weiterwächst und die Wurzeln und Blätter dienen als Speicherorgane.

Neben diesen zwei Spezies gibt es auch noch Abwandlungen, die nicht explizit zugeordnet werden können – beispielsweise hat die sympodiale Gattung der Pleurothallidinae dicke fleischige Blätter, statt Pseudobulben.

Da die Gattungen und Arten der Orchideen so vielfältig sind, gibt es wenige einheitliche und eindeutige Merkmale, die die Familie der Orchideen von den anderen einkeimblättrigen Pflanzen unterscheidet. Spezifische Attribute sind zygomorphe Blüten, das heißt es gibt nur eine symmetrische Achse in der Blüte, und diese drehen sich bis zur Entfaltung um 180 bis 260 Grad, was man als Resupination bezeichnet.

Das einzige Blütenorgan ist eine Säule, die durch Zusammenwachsen des Stempels und des fruchtbaren Staubblattes entsteht und gegenüber des Labellum (markantes Blütenhüllblatt, welches sich deutlich von den anderen unterscheidet) liegt. Die Pollenkörner sind zusammengeballt und die zahlreichen Samen sind ohne Symbiosepilze nicht keimfähig.

Ausdauerende Pflanzen mit enormer Blütenvielfalt

Orchideen sind ausdauernde Pflanzen und wachsen sehr lange weiter, allerdings kann man noch nicht genau sagen wie alt die Gewächse werden können, da viele Arten auf unterschiedlichen evolutionären Stufen stehen. Die Formen des Wachstums sind lithophytisch (Wuchs auf Steinen und Felsen), terrestrisch (Wuchs auf der Erde) und epiphytisch (Wuchs auf anderen Pflanzen).

Das Spektrum an Farben und Formen der Orchideenblüten ist schier unbegrenzt und neben Größe und Färbungen, bietet die Orchidee auch viele ungewöhnliche Blütenformen. Es gibt einblütige Pflanzen und traubenförmige Blütenstände und je nach Gattung können sich über hundert Blüten ausbilden. Am Spross der Orchidee kann an jeder Stelle der Blütenstand entspringen und man unterschiedet zwischen lateral (an der Seite des Spross), terminal (an der Triebspitze) und apikal (direkt am Ansatz des Triebes).