Orchideen Gießen

Ein wichtiger Aspekt bei der Orchideenpflege ist das richtige Gießen. Der Wasserbedarf der verschiedenen Orchideenarten unterscheidet sich stark voneinander, und doch gibt es einige Gieß- Regeln, die bei allen Arten beachtet werden müssen.

Temperatur und Zeitpunkt

Die Gießwassertemperatur sollte der Umgebungstemperatur der Orchideen angepasst sein. Größere Temperaturunterschiede vertragen die Orchideen nicht gut und sterben unter Umständen ab.

Orchideen mit Bulben (Verdickungen der Blattstiele, die als Wasserspeicher dienen) sollten vor dem nächsten Gießen fast ausgetrocknet sein. Orchideen mit Bulben dürfen zwar antrocknen aber nie vollkommen austrocknen.

Orchideen bevorzugen kalkfreies Wasser

Das beste Gießwasser ist Regenwasser, denn es ist frei von Salzen (Kalk).Besteht die Möglichkeit, Regenwasser aufzufangen und zu sammeln, sollte man das tun. Dabei ist allerdings zu beachten, dass das Regenwasser staubfrei bleibt und Umweltverschmutzungen, wie z.B. Autoabgasen, nicht ausgesetzt ist. Gelagert werden sollte das Regenwasser möglichst kühl und dunkel.

Leitungswasser ist wegen seines hohen Kalkgehaltes nicht zum Gießen geeignet, und die Orchideen reagieren darauf mit einer Einschränkung ihres Wachstums. Allerdings kann Leitungswasser mit gekauftem, destilliertem Wasser gemischt werden. Dazu muss die Wasserhärte bekannt sein, die beim Wasserwerk jeder Stadt erfragt werden kann. Das Gießen mit reinem, destilliertem Wasser ist natürlich möglich, allerdings muss das Wasser immer wieder gekauft werden, und somit fiele eine regelmäßige Geldausgabe an.

Leitungswasser kann durch Abkochen entkalkt und dann problemlos zum Giessen der Orchideen verwendet werden. Allerdings reicht die Methode bei sehr hartem, kalkhaltigem Wasser nicht mehr aus. Bedenken sollte man auch die stets anfallenden Energiekosten.

Der Handel bietet darüber hinaus Wasserfilter und Ionenaustauschsäulen an.